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Thema: Das Arbeitsbuch zum Tarot / Banzhaf, Hajo

  1. #1
    propriétaire Souveräner General-Großinspekteur Benutzerbild von Filz
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    39

    Standard Das Arbeitsbuch zum Tarot / Banzhaf, Hajo


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    Hajo Banzhaf: Das Arbeitsbuch zum Tarot
    Reihe "Kailash" im Hugendubel Verlag 2003, ISBN 3720524248, 187 Seiten, Preis Originalausgabe 18,90 Euro, Sonderausgabe (deren Unterschiede zum Original ich leider nicht eruieren konnte) 9,95 Euro

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    Hallo, Ihr Lieben, heute gibt es wieder Tarotfutter.
    Ich möchte euch ein weiteres Buch von Hajo Banzhaf (Jahrgang 1949), dem deutschen Tarotexperten, vorstellen.
    Banzhafs Ausbildung verlief durchaus im Zickzack, erst studierte er Sprachen in Frankreich, Philosophie in Münster, um dann nach einer Banklehre 12 Jahre lang die Leiter hochzuklettern. Der Sprung in die Freiberuflichkeit und inhaltlich andere Sphären erfolgte 1985. Seitdem hält er Seminare und Vorträge über Astrologie und Tarot und fungierte viele Jahre als Herausgeber der Buchreihe "Kailash" im Hugendubel Verlag.

    Sein Arbeitsbuch zum (Rider-Waite-)Tarot
    kommt in ungewöhnlichem Format daher: 18 x 26 cm groß ist es. Auch der innere Aufbau ist ungewöhnlich. Zum Einstieg ein Auszug aus dem Vorwort, das wie folgt beginnt:
    "Die auf dem Buchumschlag dargestellte Legesituation ergab sich, als der Grafiker den Autor anrief, um Ideen für die Gestaltung des Titels zu bekommen. Was lag da näher, als die Karten anhand des in diesem Buch vorgestellten neuen Legesystems "Der Weg" zu befragen, wie der Grafiker bei seinem Auftrag vorgehen solle. Und dies war die Antwort…" Der Rest des Vorwortes ist die komplette Deutung der gelegten Karten nach dem Legesystem "Der Weg" in tabellarischer Form sowie eine kurze Vorrede Banzhafs, daß er mit diesem Buch eben seine neue Erfindung vorstellen möchte und daß sie keinerlei Vorkenntnisse voraussetze. Eine kleine Eigenwerbung für sein Tarothandbuch fehlt dabei nicht, was mich wie immer reichlich nervt.
    Ursprung, Name und Aufbau des Tarot
    Auf den zwei nachfolgenden Seiten konzentriert Banzhaf dann eine sehr informative Darstellung von "Ursprung, Name und Aufbau", in der er auf die verschiedenen Vermutungen, der Tarot sei entweder das einzig erhaltene Buch aus den verlorenen Schätzen der ägyptischen Bibliothek oder aber indischen Ursprungs, eingeht.
    Auch gibt er der einleuchtenden Theorie Raum, die 22 Karten der Großen Arkana seien älteren Ursprungs, während die 56 Karten der Kleinen Arkana erst im Mittelalter entstanden seien. Dabei werden die Serien der Kleinen Arkana als die Symbole der 4 Stände gesehen: Schwerte = Ritter, Kelche = Klerus, Münzen = Kaufleute, Stäbe = Bauern.
    Je nach Ursprungstheorie wird gern vermutet, daß die Kreuzritter oder die Zigeuner den Tarot nach Europa brachten, doch beide Hypothesen sind kaum mit vorhandenen Datierungen vereinbar.

    Erst um 1600 wird ein Spiel beschrieben, dessen Struktur der des heutigen Tarots entspricht, der sog. Tarot von Marseille.
    Die Großen Arkana stellen auf 22 Karten archetypische Gestalten der abendländischen Seele (von 0= Der Narr über IV = Der Herrscher, XV = Der Teufel, XX = Das Gericht bis zu XXI = Die Welt) dar, die auch schon in der Frühgeschichte der Menschheit lebendig waren.
    Die 4 Serien der Kleinen Arkana finden sich auch in unseren Skatkarten wieder: Stäbe = Kreuz, Schwerter = Pik, Kelche = Herz, Münzen = Karo. Jede dieser Serien besteht aus 10 Zahlenkarten von As (=1) bis 10 sowie 4 Hofkarten (König, Königin, Ritter, Bube).
    Bis hierher hatte ich schon einiges Neues gelernt und war mit meinem Kauf zufrieden.

    Leitfaden durch das Legesystem
    Der nur wenige Seiten umfassende Einführungsteil wird beendet mit einem zweiseitigen "Leitfaden für den Laien" sowie einem ebenfalls zweiseitigen "Leitfaden für den Tarotkundigen".
    Hier wird das Legesystem "Der Weg", das Banzhaf erfunden hat, vorgestellt, wobei sich der Teil für Laien auf schnelle Machbarkeit konzentriert, während der Autor im Teil für Tarotkundige seine theoretischen Überlegungen darlegt, wieso er diesmal der Zählung von Waite folgt, nach der die Karte der Gerechtigkeit ihren Platz mit der Karte Kraft getauscht hat, während er diese Umplatzierung in allen anderen Publikationen zugunsten der alten Reihenfolge (Gerechtigkeit 8 und Kraft 11) wieder rückgängig gemacht hat. Da es in diesem Spiel jedoch nicht auf Zahlen ankommt, scheint ihm Waites Umnumerierung konsequenzenlos und er will Laien nicht verwirren.
    Ebenfalls entgegen seiner sonstigen Interpretation sieht er die Hofkarten diesmal nicht als Personenkarten an, sondern als männliche bzw. weibliche Ausprägung des jeweiligen Elements (Stäbe = Feuer, Schwerter = Luft, Münzen = Erde, Kelche = Wasser). Da macht er dann eine undurchsichtige Ausnahme, sollte nämlich eine Hofkarte an Platz 5 des "Wegs" liegen, dann könnte es sein, daß dies bedeutet, daß der Frager sich an einen als König/Königin beschriebenen Menschen wenden solle. Wann dieser Fall aber definitiv eintritt, wissen die Götter - daher finde ich diesen Passus reichlich nebulös.
    Nun aber: DER WEG
    (das wurde ja auch höchste Zeit)

    Das ganze Buch bezieht sich auf den Rider-Waite-Tarot.
    Man überlege sich die Frage, dann mische und ziehe man wie gewohnt, und zwar 7 Karten.
    Diese werden ausgelegt auf die Plätze
    1
    2 7
    3 6
    4 5
    Wir sehen eine Karte als Spitze und zwei Säulen.

    • Die Kronenkarte Nr. 1 ist das Thema, das, worum es geht. Sie zeigt die Chancen und Risiken in Zusammenhang mit der Frage.
    • Die linke Säule symbolisiert das bisherige Verhalten,
    wobei die Plätze folgendes bedeuten:
    2: Bewußte Einstellung, Gedanken, Vernunftgründe. Vorstellungen, Absichten, Verhaltensweisen, also das rationale Verhalten.
    3: Unbewußte Einstellung, Wünsche, Sehnsüchte, Hoffen und Bangen, also das emotionale Verhalten.
    4: Äußere Haltung: Das Auftreten des Fragers und damit evtl. seine Fassade.

    • Die rechte Säule symbolisiert die rechte einen Vorschlag für zukünftiges Verhalten, wobei die Plätze folgendes bedeuten:
    5: Äußere Haltung, so soll der Frager auftreten
    6: Unbewußte Einstellung, Vorschlag für das emotionale Verhalten.
    7: Bewußte Einstellung, Vorschlag für rationale Vorgehensweise
    Verkürzt schematisch dargestellt also:
    1 Chancen und Risiken des Themas
    2: Ist-Zustand rational 7: Vorschlag für rationale Vorgehensweise
    3: Ist-Zustand emotional 6: Vorschlag für emotionale Einstellung
    4: Äußere Ist-Haltung 5: Äußere Soll-Haltung

    Das Interessante an der Gestaltung dieses Arbeitsbuches ist nun in der Deutungsdarstellung für jede einzelne Karte zu finden.
    Banzhaf hat die Deutungstexte nämlich genau in ihrer schematisch dargestellten Reihenfolge der Plätze aufgeführt, so daß auch der "letzte Töffel" in der Lage ist, gleich und sofort die richtige Deutungsvariante aufzufinden. Liegt die Karte auf Platz 2, schaut man auf der entsprechenden Seite oben links, handelt es sich um Platz 5, schaut man unten rechts nach.
    Bei jeder Interpretation ist freier Raum gelassen für eigene Stichworte - was durchaus sinnvoll ist und genutzt werden sollte, da die Deutungstexte oft reichlich allgemein gehalten sind.
    Für die Interpretation des Liegeplatzes Nr. 1 gibt es eine ganze Seite Text, unterteilt in die Fragebereiche:
    Allgemeine Bedeutung
    Beruf
    Bewußtsein
    persönliche Beziehungen
    so daß der Fragende entsprechend seiner Frage den passenden Bereich auswählen kann. Knappe Erwähnung finden ebenfalls noch die astrologische Entsprechung, das mythologische Bild (auf dem die Karte basiert) und die Entsprechung im chinesischen I Ging.

    *******Allgemeine Anmerkungen*******
    An der narrensicheren Aufbereitung der Deutungsmöglichkeiten zeigt sich, daß dies ein Arbeitseinstieg für Laien sein soll, denn man kann gar nicht ohne Erfolgserlebnis bleiben. Die Grundsentenz jeder Karte ist leicht erfaßbar und da "Der Weg" lediglich Antworten auf alle Variationen der Frage "Wie soll ich mich verhalten?" gibt, ist jeder Anfänger gleich gut gerüstet für erste Schritte.

    Der Autor gibt am Ende des Buches noch einmal zu bedenken, daß die Interpretationen der einzelnen Plätze nur für das Legesystem "Der Weg" Gültigkeit haben und somit für die noch kurz vorgestellten weiteren Legemöglichkeiten wie das Kreuz, der blinde Fleck, das Keltische Kreuz u.ä. nur die allgemeinen Interpretationen benutzt werden sollen.
    Das ist nett, zeigt aber auch den begrenzten Nutzen dieses Buches, denn hat man das Anfangsstadium des Staunens über die Bedeutungen der einzelnen Tarotkarten überwunden, läßt sich "Der Weg" auch absolut ohne dieses Arbeitsbuch beschreiten und interpretieren.
    Sobald ich die "Schlüsselwörter" besaß, hab ich kaum noch in dieses Arbeitsbuch geguckt, außer um das Legesystem an sich nachzuschlagen. und im Anhang nach weiterer empfehlenswerter Literatur zu schauen.
    ******Fazit, mehrteilig********

    3 Sterne gibt es für die geradezu narrensichere Legung des Systems "Der Weg" sowie für die Interpretationen jeder einzelnen Karte auf allen Ebenen und für die außergewöhnlich informative Einführung in die Geschichte des Tarot.
    Mehr Sterne gibt es nicht von mir, weil mir das Ganze zu einseitig auf den "Weg" ausgelegt ist, die Interpretationen weniger hilfreich sind als etwa in den "Schlüsselwörtern" (zwei andere Deutungshandbücher Banzhafs), die weniger allgemeine Aussagen möglich machen. Außerdem finde ich es seltsam, daß ein so intensiv mit der Interpretation und Lehre des Tarots beschäftigter Mensch wie Hajo Banzhaf quasi mit links seine eigens aufgestellten Interpretationsregeln über den Haufen wirft mit der Begründung, da es sich hier nur um die Deutung von Verhaltensweisen handele, interpretiere er Könige und Königinnen halt mal nicht alt Personenkarten, sondern als Ausprägung männlicher rsp. weiblicher Anteile des jeweiligen Elements, außer natürlich manchmal. Wann aber dieses "manchmal" nun zutrifft, das beantwortet Banzhaf nicht, was gerade für Tarotlaien verwirrend sein kann.
    Ich hätte es konsequenter gefunden, wenn das Ganze "Der Weg - Arbeitsbuch für das neue Legesystem von H.B." hieße und auf die nachgeschobenen Kurzdarstellungen von 7 weiteren Legesystemen verzichtet worden wäre, die in ihrer Komplexität hier einfach zu kurz wegkommen.
    Meine Kaufempfehlung ist daher bedingt und bezieht sich auf preislich herabgesetzte Gebrauchtexemplare, wie man sie etwa über amazon erwerben kann. Für Anfänger ist es sicher schön, gleich anfangen zu können, ohne sich erst monatelang in die Tarotpraxis "einzufühlen" - und bestimmt ist es auch geeignet, um herauszufinden, ob Tarot einem liegt oder nicht. Als lebenslangen Begleiter für mich persönlich sehe ich dieses Buch jedoch nicht.
    Das Legesystem "der Weg" ist meiner Meinung nach durchaus sinnvoll und hilfreich, kann aber anhand des oben vorgestellten Schemas auch ohne dieses Buch leicht bewältigt und genutzt werden. Ich würde zur Deutung auf jeden Fall andere Interpretationshilfen wie etwa die "Schlüsselworte zum Tarot", die Banzhaf sowohl für den Crowley- als auch den Rider-Waite-Tarot verfaßt hat, hinzuziehen (wir erinnern uns, auch Banzhaf empfahl durchaus nicht uneigennützig, man möge eins seiner anderen Bücher zur Deutung hinzuziehen…).

    Autor: Contentworld - Willkommen zu ContentWorld

  2. #2
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    Standard AW: Das Arbeitsbuch zum Tarot / Banzhaf, Hajo


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    Steht nur Müll drinn den der Mann war manipuliert bis zur Kniescheibe ich nehme die alten Karten Skat oder Kipper. Das Problem ist er istTod und kommt erst in drei Jahren auf die Welt er ist nicht ansprechbar und in der Ebene. er weiß auch das das Buch verschwinden muss.

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